Lobby für Behinderten-Bobsport (15.04.2011)
Mehrfach-Champion André Lange plant langfristig eigene Stiftung
15.04.2011: Oberhof. Seit er seine Profikarriere beendet hat, setzt sich Bobfahrer André Lange konsequent für Sportler ein, deren Weg steiniger verläuft als sein eigener. „Ich habe in meiner Laufbahn so viel erreicht, und das ist ein großes Geschenk für mich“, so der bislang erfolgreichste Bobfahrer aller Zeiten. „Dieses Glück ist mir erst jetzt so richtig bewusst, und in diesem Bewusstsein ist der Wunsch gewachsen, Menschen zu unterstützen, denen Fortuna bei ihren sportlichen Ambitionen nicht so wohl gesonnen ist“, beschreibt er seine Idee, sich für soziale Zwecke zu engagieren.
Das Hauptaugenmerk des mehrfachen Weltmeisters, Weltcup-Siegers und
Olympia-Champions liegt dabei naturgemäß auf dem Bobsport. Nachdem er
bereits Patenschaften für Nachwuchs-Sportler mit Handicap übernommen hat
und derzeit den bei einem Trainingsunfall schwer verletzten Robert
Götner unterstützt, plant André Lange langfristig, eine Stiftung für
Bobsportler mit Handicap ins Leben zu rufen. Damit möchte er Menschen
fördern, die durch den Bobsport ein Handicap haben oder die aus anderen
Gründen körperlich eingeschränkt sind und von der Chance träumen, im
Bobsport aktiv zu sein. „Hierbei geht es nicht allein um die
Bereitstellung finanzieller Mittel, sondern ich werde mit Rat und Tat
aktiv mitwirken“, verspricht Lange. Wichtig sei es, ein Netzwerk rund um
den Behinderten-Bobsport aufzubauen, so der 37-Jährige. „Mit
Unterstützung des FIBT und des BSD wird sich diese Sportart in Zukunft
zu einer Paralympischen Disziplin weiterentwickeln und etablieren“, ist
André Lange zuversichtlich.
Sein Projekt zur Unterstützung behinderter Sportler stellte er im Rahmen
des Thüringer Sporthilfeballs vor, der am Freitag, 15. April 2011 im
Erfurter Kaisersaal stattfant.









