Bob-Alphabet

Hier findeen Sie viele Informationen rund um den Bobsport u.a. Erläuterungen von Fachbegriffen. Dieser Bereich wird stetig erweitert. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


B
Bobbahnen weltweit: Altenberg (GER), Calgary (CAN), Cesana (ITA), Cortina (ITA), Innsbruck (AUT), Königssee (GER), Krasnaja Pojana (RUS)ist in Bau, Lake Placid (USA), La Plagne (FRA), Lillehammer (NOR), Moskau (RUS), Nagano (JPN), Oberhof (GER), Park City (USA), Sankt Moritz (SUI) Natureisbahn,Winterberg (GER), Whistler-Blackcomb (CAN)

D
Disziplinen:
Damen Zweierbob, Herren Zweierbob, Herren Viererbob

H
Herkunft des Namens BOB:
Der Name kommt aus dem Englischen und bedeutet zu Deutsch: ruckartig bewegen. Diese Ausübung wurde zu Beginn des Bobsports von den Teams praktiziert. Das bedeutete, dass sich alle Teammitglieder gleichzeitig nach dem Start zurücklehnten und dann durch gemeinsames ruckartiges Vorschieben des Oberkörpers versuchten, dem Gefährt mehr Schwung zu verleihen.

R
Regeln und Historie:
Wer genau den ersten Bob aus einer Kombination von zwei Schlitten mit einem Sitzbrett, konstruierte, ist nicht genau belegt. Verschiedene Quellen nennen den Engländer William Smith, andere wiederum schreiben diese Erfindung dem Amerikaner Stephen Whitney zu. Eines hingegen ist sicher, nämlich dass die Anfänge des Bobsports in der Schweiz, genauer gesagt in St. Moritz liegen und dort der Schmied Christian Mathis 1889 den ersten richtigen Bob baute. Erste Rennen fanden 1892 statt und die erste Bahn wurde 1903 ebenfalls in St. Moritz errichtet. In Deutschland erfreute sich der winterliche Rennsport ebenfalls schnell großer Beliebtheit. 1907 gab es in Oberhof die erste deutsche Bahn und 1911 gründete sich der Deutsche Bob- und Schlittensportverband. Seit 1924 gehört der Bobsport zum olympischen Programm, seit 1930 werden Weltmeisterschaften für Vierer, seit 1931 für Zweier ausgetragen. Im Wettkampfsport wurde der Bob früher nur von Männern gefahren, doch seit einiger Zeit rasen auch Frauen durch die Eis-Rinne, wobei die erste Weltmeisterschaft im Januar 2000 in Winterberg mit einem deutschen Sieg endete.

Der Bob ist ein aerodynamisch konstruierter Spezialschlitten aus Glasfaser und Stahl, der auf seinen vier Edelstahlkufen Geschwindigkeiten von bis zu 150 kmh erreicht. Gelenkt wird der Bob durch den Vordermann mit einer Seilsteuerung an den beiden ersten Kufenpaaren. Der Schlussmann hingegen ist für das Bremsen zuständig. Mittels zweier Handbremshebel, sogenannten Rechenbremsen, kann er die Fahrt verlangsamen. Beim Start darf die gesamte Besatzung des Bobs ihr Gefährt bis zu 15 Meter anschieben und springt dann auf ein Kommando des Steuermanns in den Schlitten. Er bemüht sich dann den Bob auf der Ideallinie, möglichst ohne Berühren der Bande, ins Tal zu steuern. Sieger ist die Mannschaft, welche nach der Addition aller Wertungsläufe die schnellste Zeit aufweisen kann. Bei Weltcup-Veranstaltungen werden zwei, bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen vier Durchgänge gefahren. Die Bahn, die entweder aus künstlich erzeugtem oder natürlichem Eis besteht, muss mindestens 1200 Meter lang sein und fünf Kurven besitzen. Die gefederten, einzeln aufgehängten Kufen müssen mindestens 4 Millimeter (beim Vierer 6 Millimeter) breit sein. Die Fahrt kann mit zwei Handbremshebeln, rechts und links vom Sitz des Schlußmannes (Bremser), verlangsamt werden, indem ein Rechen auf die Bahn gedrückt wird. Die Bobbreite beträgt minimal 68 und maximal 70 Zentimeter. Die Maximallänge des Zweierbobs darf 2,70 Meter betragen. Ein Viererbob ist 3,85 Meter lang und 87 cm breit.

Da die Geschwindigkeit entscheidend vom Gewicht abhängt - je schwerer, desto schneller wird das Gerät - ist das Höchstgewicht mit Besatzung festgeschrieben. Es beträgt für den Zweierbob 390, für den Vierer 630 Kilogramm. Ein leichterer Bob (inklusive Besatzung) darf mit fest verbundenem Ballast beschwert werden.

Die Bobbahn ist eine rinnenförmige Strecke von mindestens 1200 Metern und einem Gefälle zwischen 8 und 15 Prozent. Sie muß für Wettbewerbe mindestens 5 stark überhöhte Kurven mit einem Radius von 25 Metern und 5 Meter hohen Seitenwänden haben. Die Kurven müssen so berechnet sein, daß bei einer Durchfahrzeit von 3 Sekunden die maximale Fliehkraft nicht stärker wirkt, als mit der vierfachen Fallbeschleunigung. Auf den Geraden ist die Fahrbahn (Sohle) höchstens 1,40 Meter breit, der Seitenschutz (Bande) mindestens 50 Zentimeter hoch. Auf dem 15 Meter langen Startstück beträgt das Gefälle nur 2 Prozent.
Die Zeit wird von zwei elektronischen Zeitnahmen auf 1/100 Sekunden gemessen. Nach einem Sturz darf die Mannschaft wieder einsteigen, muß aber die Ziellinie im Bob durchfahren, um überhaupt noch gewertet zu werden. Sieger ist der Bob mit der besten Gesamtzeit aus zwei Durchgängen.


Quelle: www.sport.de

R
Reglement:
Im Bobsport wurde ein Maximalgewicht eingeführt, welches mit 390 kg im Zweierbob und mit 630 kg im Viererbob seine Höchstgrenze hat. Der Bob darf nur durch Anschieben beschleunigt werden und muß das Ziel mit der gesamten Mannschaft erreichen.

S
Spitzengeschwindigkeit:
Es werden Spitzengeschwindigkeiten bis zu 150 km/h erreicht.

Startklassen:
Junioren bis 26 Jahre, allg. Klasse ab 26 Jahre